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Nach einem Verkehrsunfall ist ein unabhängiges Schadengutachten unentbehrlich

Do. 16 Jul. 2015

Trotz modernster Technik und trotz hoher effizienter Fahrerassistenzsysteme sind
Verkehrsunfälle auch heute noch unvermeidlich.

Die hohe Verkehrsdichte in Deutschland mit 45 Millionen Pkw führt naturgemäß auch zu Verkehrsunfällen. Erfreulicherweise ist zwar die Zahl der Verkehrstoten in den letzten 20 Jahren von 20.000 auf unter 4.000 pro Jahr zurückgegangen, aber auch bloße Blechschäden können eine Menge Ärger verursachen.


Viele Autofahrer sind verunsichert, welche Rechte sie nach einem Verkehrsunfall haben. Gerade die Kfz-Versicherer weisen häufig darauf hin, dass beispielsweise ein Gutachten, genauso wie die Einschaltung eines Anwaltes entbehrlich sei.
Der Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e. V. (BVSK), dem etwa 1.000 qualifizierte freiberufliche KfzSachverständige und etwa 500 verkehrsrechtlich spezialisierte Rechtsanwälte angehören, weist darauf hin, dass die Einschaltung eines Kfz-Sachverständigen in der Regel unentbehrlich ist. Nur das Gutachten bietet eine geeignete Grundlage, einen Unfallschaden vollumfänglich durchzusetzen.


Die Bauart der Fahrzeuge, die es häufig schwierig macht, zu erkennen, welcher Schaden tatsächlich eingetreten ist, oder die Vielzahl der Elektronikeinheiten müssen im Rahmen eines unabhängigen Schadengutachtens überprüft werden. Nur das Gutachten versetzt den Geschädigten in die Lage, eine sachgerechte Entscheidung darüber zu treffen, ob er sein Fahrzeug reparieren lassen will oder ob beispielsweise eine Ersatzbeschaffung angestrebt wird.


Auch weitere Schadenpositionen werden durch ein Gutachten festgelegt. So ist die
sogenannte merkantile Wertminderung ein Ausgleich dafür, dass der Geschädigte nun ein sogenanntes Unfallfahrzeug besitzt, was wiederum bedeutet, dass er bei einer potenziellen Veräußerung dieses Fahrzeuges weniger Geld erhalten würde, als wenn das Fahrzeug den Unfallschaden nicht erlitten hätte. Der Kfz-Sachverständige weist die merkantile
Wertminderung, die häufig auch noch bei älteren Fahrzeugen anfällt, in seinem Gutachten aus.


Grundsätzlich ist ein Schadengutachten nicht nur bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall, sondern auch bei sogenannten Kaskoschäden geboten. Hier sollte der Versicherungsnehmer bei seiner Versicherung auf Begutachtung des Schadens durch einen unabhängigen Sachverständigen bestehen.


Bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall werden die Gutachterkosten durch die
gegnerische Versicherung übernommen. Eine Nachfrage bei der gegnerischen Versicherung ist selbstverständlich nicht erforderlich.

Lediglich bei sogenannten Bagatellschäden werden die Gutachterkosten nicht durch die gegnerische Versicherung getragen. Ein Bagatellschaden liegt jedoch nach ständiger Rechtsprechung dann nicht mehr vor, wenn die Reparaturkosten höher liegen als 750,00 €.


Dies ist bei den hochkomplizierten Fahrzeugen heute in der Regel immer der Fall.


Aus guten Gründen hat der Geschädigte nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall auch das Recht, einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung seiner Interessen zu beauftragen.


Die Verkehrsrechtsexperten des BVSK bestätigen, dass es heute den problemlosen Unfallschaden so gut wie nie mehr gibt. Um jede Schadenposition wird heute gestritten und der Geschädigte selbst ist oft hoffnungslos überfordert, wenn er die Abrechnungsschreiben des gegnerischen Versicherers erhält. Daher sollte möglichst frühzeitig ein Rechtsanwalt beauftragt werden, auch diese Kosten werden durch die gegnerische Versicherung übernommen.

10 Fragen und Antworten

Mi. 17 Dez. 2014

Wozu braucht man überhaupt einen Kfz-Sachverständigen?

- Schadensfeststellung nach einem Verkehrsunfall
- Beweissicherung bei strittigem Unfallhergang
- Maschinengutachten (Gebrauchtwagenkauf)
- Fahrzeugbewertungen (Wertgutachten)
- Odltimergutachten
- Unfallrekonstruktion

Wer kommt für die Kosten des Gutachters auf?
Bei einem unverschuldeten Unfall trägt grundsätzlich der Schädiger bzw. die eintretende Haftpflichtversicherung auch die Kosten des Kfz-Sachverständigen, da nach ständiger Rechtsprechung des BGH`s die Kosten für ein Gutachten zum Schaden zählen, der dem Geschädigten zu ersetzen ist.

BVSK Informationen für Autofahrer: Nach unverschuldetem Verkehrsunfall stets Kfz-Sachverständigen einschalten

Do. 22 Sep. 2011

Nach unverschuldetem VKU stets Kfz-SV einschalten - das SV-Honorar zahlt der Unfallverursacher

Häufig sind Autofahrer nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall verunsichert, ob sie einen Kfz-Sachverständigen mit der Schadenfeststellung beauftragen dürfen. Oft handelt es sich ja scheinbar nur um einfache Schäden, bei denen doch ein Kostenvoranschlag – so die Versicherer – ausreichen würde.

Man kann vor derartigen Entwicklungen nur ausdrücklich warnen. Selbst sogenannte einfachste Schäden stellen sich später oft als durchaus gravierender Unfallschaden heraus. Oft gibt es auch Streit über den Unfallhergang, über die merkantile Wertminderung oder bei älteren Fahrzeugen über den Restwert des Unfallfahrzeuges.

Versicherer wollen gerne die Unfallschadenfeststellung selbst bestimmen. Dieses Recht steht dem Versicherer jedoch nach ständiger Rechtsprechung auch des Bundesgerichtshofes nicht zu. Der Geschädigte hat das uneingeschränkte Recht, einen Sachverständigen seines Vertrauens einzuschalten. Der Geschädigte soll von unabhängiger Seite her Gewissheit erhalten, wie hoch der Schaden ist, welche Wertminderung ihm zusteht und zugleich soll das Gutachten Beweismittel bewahren, falls der Unfallhergang nachher bestritten wird.

Aus diesem Grund sind Aussagen, wonach ein Kostenvoranschlag ausreicht oder das auf einen Sachverständigen verzichtet wird, schadenersatzrechtlich ohne jede Bedeutung. Der Geschädigte darf auch bei derartigen Aussagen des Versicherers einen eigenen Sachverständigen hinzuziehen.

Häufig hat der Geschädigte Angst, dass er die Kosten des Sachverständigen selbst tragen muss. Auch hier ist die Rechtsprechung eindeutig. Liegt nicht erkennbar ein Bagatellschaden vor (in der Regel unter 750,00 €) sind die Sachverständigenkosten in voller Höhe durch den Schädiger zu zahlen.

Einige Versicherer haben zwischenzeitlich damit begonnen, Sachverständigenrechnungen willkürlich zu kürzen.

Auch in diesen Fällen muss der Geschädigte keine Angst haben. Entweder beruft sich der Sachverständige bei der Durchsetzung seiner Honorarforderung auf die zu seinen Gunsten erteilte Abtretungserklärung und klagt selbst gegen den Versicherer oder aber der beauftragte Rechtsanwalt wird die restlichen Sachverständigenkosten für den Geschädigten durchsetzen.

Offensichtlich hat die aktuelle Kürzungskampagne einiger Versicherer nichts mit der Höhe des Sachverständigenhonorars zu tun, sondern Zielsetzung ist vielmehr die Verunsicherung des Geschädigten, damit dieser gänzlich darauf verzichtet, einen Sachverständigen zu beauftragen.

Dem sollte mit allen Mitteln entgegengetreten werden.

Weitere Informationen stellt der Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e.V. – BVSK – gern zur Verfügung.

Einen BVSK-Sachverständigen finden Sie auch in Ihrer Nähe.

BVSK-Information für Kfz-Reperaturbetriebe: Rechtsanwälte klagen gegen Allianz FairPlay-Konzept

Do. 22 Sep. 2011

Rechtsanwälte klagen gegen Allianz FairPlay-Konzept

Wie einer Presseerklärung der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein zu entnehmen war, klagt die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht gegen die Allianz Versicherung aufgrund des von der Allianz propagierten sogenannten FairPlay-Konzeptes.

Bereits sehr früh hat der BVSK darauf hingewiesen, dass die Teilnahme an sogenannten FairPlay-Konzepten den Kfz-Betrieben in der Regel keine Vorteile bringt. Bis zum heutigen Tage ist nicht erkennbar, dass in einem Haftpflichtschadenfall ein Betrieb tatsächlich greifbare Vorteile hat, wenn er sich als FairPlay-Partner registrieren lässt.

An der Zahlungsverpflichtung des Haftpflichtversicherers ändert sich genauso wenig, wie an den übrigen Rechten des Geschädigten, der nach einem unverschuldetem Verkehrsunfall Anspruch darauf hat, in die Werkstatt seiner Wahl zu gehen, einen Kfz-Sachverständigen zu beauftragen, einen Anwalt hinzuzuziehen oder einen Mietwagen in Anspruch zu nehmen.

Insoweit erschöpft sich die Teilnahme an FairPlay-Konzepten in der Regel darauf, dass direkte oder indirekte Nachlässe gewährt werden, von denen ausschließlich der regulierungspflichtige Versicherer profitiert.

Wer als Kfz-Betrieb aktiv die Bemühungen unterstützt, Schadenabwicklung ohne Kfz-Sachverständigen oder ohne Anwalt durchzuführen, übt letztlich Verrat am Kunden und zerstört das unverzichtbare Vertrauensverhältnis zwischen dem Kunden und dem Kfz-Betrieb.

Auch das Märchen von der angeblich schnellen Bezahlung sollte man nicht allzu ernst nehmen. Ist die Schuldfrage eindeutig, kommt es weniger darauf an, ob man zu wenig Geld nach drei Tagen bekommt, aber entscheidend ist, dass man zügig 100 % des Schadens erhält. Im Zweifel sollte ein im Verkehrsrecht spezialisierter Anwalt hinzugezogen werden, der durchaus aktiv die Zahlung beschleunigen kann.

Selbst wenn man theoretisch noch daran denken könnte, dass die Teilnahme an einem FairPlay-Konzept Vorteile verspricht, sollte man auch daran denken, dass zwischenzeitlich nicht nur die Allianz Versicherung sich als FairPlay-Partner darstellt, sondern beispielsweise auch die HUK-Coburg. Einer weiteren Kommentierung, was in diesem Sinne FairPlay bedeutet, bedarf es sicher nicht.

Uns liegen Berichte vieler qualifizierter Kfz-Betriebe vor, die im Unfallschadengeschäft wieder einen Schwerpunkt im Sinne einer umfassenden kompetenten Beratung des geschädigten Autofahrers gesetzt haben, der hierdurch erkennt, dass sein Kfz-Betrieb die entscheidende Grundlage bietet, dass voller Schadenersatz geleistet wird.

Dies wirkt sich auch im Ertrag des Reparaturbetriebes aus.

Aufgrund der Daten, die viele Kfz-Betriebe zur Verfügung gestellt haben, lässt sich sehr sicher die Aussage treffen, dass sich die Teilnahme an FairPlay-Konzepten nicht rechnet.

Für weitere Informationen und Beratungsgespräche steht Ihnen die BVSK-Geschäftsstelle zur Verfügung.

BVSK Informationen für Autofahrer und Kfz-Betriebe "Das anerkannte Gutachten"

Do. 10 Mär. 2011

Das "anerkannte" Gutachten

 Oft hört man bei der Abwicklung eines Unfallschadens den Satz, dass man einen Kfz-Sachverständigen nehmen solle, der bei den Versicherungen „anerkannt“ sei, falls ein Kfz-Sachverständiger überhaupt erforderlich ist.

Befolgt man diesen Ratschlag, der sicher nicht immer gut gemeint ist, drohen durchaus gelegentlich unangenehme Überraschungen.

Wir wollen nachfolgend daher den Begriff der Anerkennung aufhellen und vor allen Dingen der Frage nachgehen, was denn tatsächlich mit dem Begriff der Anerkennung bei einem Versicherer gemeint sein kann.

Der Beruf des Kfz-Sachverständigen ist gesetzlich bedauerlicherweise bis zum heutigen Tage nicht geregelt. Vor diesem Hintergrund besteht die Gefahr, dass unqualifizierte Gutachter tätig werden. Der Bundesverbandes der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e. V. – BVSK – hat sich bereits in den 50er Jahren dafür eingesetzt, eine gesetzliche Regelung für den Beruf des Kfz-Sachverständigen einzuführen. Nachdem die Bemühungen weitestgehend gescheitert sind, hat der BVSK als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft eine so genannte Verbandsanerkennung in Verbindung mit einer Fachkundeprüfung eingeführt. Diese Fachkundeprüfung entspricht im Wesentlichen der öffentlichen Bestellung und Vereidigung durch eine IHK oder der Zertifizierung durch das IfS.

Der Bundesgerichtshof hat in einer grundlegenden Entscheidung (Az. 1 ZR 140/82 vom 23. Mai 1984) die Berechtigung des BVSK festgestellt, eine besondere Anerkennung für besondere Fachkunde auszusprechen, da die Prüfung inhaltlich den Fachkundeprüfungen der Industrie- und Handelskammer entspricht.

Insoweit ist die Bezeichnung anerkannt durch den BVSK zweifelsfrei ein Qualitätskriterium.

Im Sprachgebrauch oft anders verwendet wird allerdings der Begriff anerkannt bei Versicherungen. Eine derartige Anerkennung existiert nicht und dürfte aus Wettbewerbsgründen auch unzulässig sein.

Entscheidend aus Sicht des Verbrauchers ist vielmehr, dass der Sachverständige den Schaden vollumfänglich feststellt, dass er den korrekten Stundenverrechnungssatz des Kfz-Betriebes übernimmt, alle Nebenkosten erwähnt und ausreichende Zeitvorgaben für die Instandsetzung berücksichtigt. Ob ein derartig komplettes Gutachten immer zur Freude des regulierungspflichtigen Versicherers ist, kann dahinstehen, da auf der Grundlage eines korrekten Gutachtens die Reparaturkosten in voller Höhe zu erstatten sind. Vor diesem Hintergrund ist es auch durchaus positiv zu bewerten, wenn ein eingereichtes Gutachten auf Nachfragen des regulierungspflichtigen Versicherers stößt. In diesem Fall hat der qualifizierte Sachverständige darzustellen und zu begründen, warum bestimmte Schadenpositionen in seinem Gutachten berücksichtigt sind.

Der unabhängige Kfz-Sachverständige ist Garant dafür, dass ein Unfallschaden vollumfänglich erfasst wird. Er hat den Schaden in voller Höhe zu ermitteln, was natürlich auch beinhaltet, das er den Schaden nicht künstlich zu erhöhen hat. Ziel muss es sein, 100% des Unfallschadens zu erfassen.

Aus guten Gründen hat die Rechtsprechung dem Geschädigten nach einem Verkehrsunfall das uneingeschränkte Recht zugesprochen, einen Kfz-Sachverständigen mit der Schadenfeststellung zu beauftragen, völlig losgelöst davon, was der Versicherer zuvor erklärt.

Die Sachverständigenkosten sind nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu erstatten, soweit es sich nicht um einen erkennbaren Bagatellschaden handelt. Ein Bagatellschaden wird in aller Regel definiert als Unfallschaden unterhalb von 715,00 €.

Bei Fragen können Sie sich auch an Ihren BVSK-Sachverständigen oder an den BVSK unmittelbar wenden.

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